Vegane Leberwurst [glutenfrei]

So gesund und lecker war dein Leberwurst-Brot noch nie! Du brauchst kein Vegetarier oder Veganer sein, um diese Leberwurst zu mögen, aber sie bietet dir alle Vorteile, bei 100% Geschmack!
Ach Quatsch, du übertreibst. Das kann doch gar nicht ..?!
Überzeug dich selbst!


Vegane Leberwurst [glutenfrei] www.gruenemixtion.de

Ich denke, ein richtig leckeres, herzhaftes Brot ohne tierische Produkte in kurzer Zeit zu belegen, ist eine der größten Herausforderungen. Statt Butter kann man Magarine nehmen, aber Käse und Wurst fallen weg. Und mal ehrlich, mit den vegetarischen Wurst- und den veganen Käsealternativen tut man sich im Prinzip keinen Gefallen. Dann gibt es mittlerweile ein ziemlich großes Angebot an Gemüseaufstrichen, wovon einige auch echt lecker sind. Die meisten dieser Aufstriche sind allerdings auf Basis von Sonnenblumenkernen und -öl. Dadurch entsteht, wie bei Käse und Wurst, ein hoher Fettanteil.

Moment, so einfach kann man das nicht stehen lassen. Der Fettgehalt von Käse und Wurst besteht zu einem nicht unerheblichen Teil aus gesättigten Fettsäuren (Etwa 40-70% des Gesamtfettgehalts bei Schinkenwurst, Feiner Leberwurst, Leerdammer oder Gouda). Wohingegen Sonnenblumenkerne bzw. -öl zum Großteil aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen und zudem pflanzlichen Ursprungs sind.

Lass uns das noch ein bisschen genauer betrachten. Zunächst einmal, was ist der Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren?

Gesättigte Fettsäuren haben keine Doppelbindung. Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben mindestens eine Doppelbindung und werden anhand der Lage dieser Doppelbindungen unterschieden. Die einfach ungesättigten Fette sind als Omega-9 Fettsäuren einzuordnen. Omega-6 und Omega-3 gruppieren die mehrfach ungesättigten Fettsäuren.


Vegane Leberwurst [glutenfrei] www.gruenemixtion.de

Vorwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren u.a. sind in Oliven-, Raps-, Mandel- und Haselnussöl enthalten. Ein Fettsäureprofil mit vorwiegend Omega-6 Fettsäuren lässt sich in Sonnenblumen-, Distel-, Traubenkern-, Walnuss- und Hanföl finden. Die beiden letztgenannten haben jedoch auch einen hohen Anteil an Omega-3 Fettsäuren. Diese sind vor allem in Lein- und Chiaöl sowie Fisch reichhaltig vorhanden.

Welche Unterschiede gibt es zwischen tierischen und pflanzlichen Fetten?

Tierisches Fett unterscheidet sich zu pflanzlichem Fett einerseits im Cholesteringehalt. In Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist kein Cholesterin enthalten. Cholesterin ist nicht grundsätzlich schlecht. Im Gegenteil, es ist sogar lebensnotwendig. Es ist beispielsweise an der Produktion von Gallensäure, der Bildung von Vitamin D und anderen Hormonen beteiligt. Jedoch produziert der Körper die täglich benötigte Menge an Cholesterin größtenteils selbst. All das ist genetisch bedingt, sodass wir nicht auf zusätzliches Cholesterin in der Nahrung angewiesen sind.

Andererseits ist der Anteil an gesättigten Fettsäuren in tierischem Fett zumeist sehr hoch. Prinzipiell wirken gesättigte Fett ungünstig auf die Zusammensetzung des Blutfettes, da sie zu einer Erhöhung des LDL-Cholesterins führen. LDL (low density lipoprotein) ist u.a. für den Transport von Cholesterin aus der Leber zu den Körperzellen zuständig und kann sich in den Gefäßwänden absetzen. Dadurch können langfristig Ateriosklerose und weitere Herzerkrankungen entstehen. Wissenschaftliche Erkenntnisse [Quelle] deuten darauf hin, dass man sein Risiko, koronare Herzerkrankungen zu erleiden, durch einen Austausch gesättigter Fette gegen mehrfach ungesättigte Fette verringern kann.

Ein dritter Unterschied besteht in dem Vorkommen von der entzündungsfördernden Arachidonsäure in tierischen Fetten. Besonders bei entzündlichen Gelenk- und Autoimmunerkrankungen wie Arthrose, Rheuma oder MS können Entzündungsprozesse durch Arachidonsäure weiter verstärkt werden. In Pflanzen kommt diese hingegen nicht vor. Sie kann jedoch biochemisch vom Mensch aus Omega-6 Fettsäuren selbst synthetisiert und bei Bedarf freigesetzt werden. Besonders in Leberwurst, Innereien und Schweinefleisch ist das Vorkommen der Arachidonsäure hoch.


Vegane Leberwurst [glutenfrei] www.gruenemixtion.de

Ok, nach diesem kleinen Exkurs zurück zur Leberwurst!

Traditionelle Leberwurst besteht aus Schweinefleisch, Schweineleber, Speck und Gewürzen. Je nach Region oder Rezept wird zudem Kalbsfleisch/-leber untergemischt und die Gewürzmischungen variieren leicht.

Wie lässt sich nun eine vegane Leberwurst herstellen? Diese Variante hat rote Linsen und geräucherten Tofu als Basis, die Gewürze entsprechen traditioneller Leberwurst, wodurch sich in der Gesamtkomposition der originäre Geschmack zusammenfügt!

Die vegane Leberwurst hat wenig Fett (die Menge kannst du selbst bestimmen), dafür aber viel pflanzliches Protein und komplexe Kohlenhydrate. Auch mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen kann sie aufwarten!


Vegane Leberwurst [glutenfrei] www.gruenemixtion.de

Also richtig gesund und unglaublich lecker!

Das Beste ist, dass die Leberwurst tatsächlich in 20 Minuten fertig zubereitet ist! Du erhälst ein großes Glas voll und die nächsten Abendbrote oder Stullen für unterwegs sind gesichert!

Und nun überzeug dich selbst!


Vegane Leberwurst [glutenfrei] www.gruenemixtion.de

Vegane Leberwurst

1 Glas. Zubereitungszeit: 20 Minuten.
Rezeptkennzeichnung: Vegan Rezeptkennzeichnung: Glutenfrei Rezeptkennzeichnung: Laktosefrei

Zutaten

  • 1 mittlere rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2cm frischer Ingwer
  • 150g Rote Linsen
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 5 Kardamomkapseln
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL Muskatblüte
  • 1 Msp. Vanille
  • 90g Tofu geräuchert
  • 2 Prisen Salz
  • 1 EL Apfelessig
  • 2 EL Olivenöl
  • 300ml Wasser

Zubereitung

  • Knoblauch, Zwiebel und Ingwer schälen sowie in Scheiben schneiden.
  • Olivenöl in einem Topf auf mittlerer Hitze erwärmen. Knoblauch, Zwiebeln und Ingwer zugeben. Einige Minuten golbraun braten.
  • Währenddessen die roten Linsen in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen.
  • Kardamomsamen aus den Hülsen lösen und mörsern. Koriander, Pfeffer, Muskatblüte und Vanille in den Mörser füllen.
  • Linsen und Gewürze in den Topf geben und circa 2 Minuten dünsten. (Salz erst zum Schluss beigeben!)
  • 300ml Wasser angießen und 10 Minuten köcheln lassen.
  • Räuchertofu in Streifen schneiden und für weitere 5 Minuten mitkochen.
  • Wenn das Wasser vollständig von den Linsen aufgenommen wurde, Apfelessig und Salz untermischen.
  • Alles pürieren, in ein Weck- oder Schraubglas (400ml Volumen) füllen und mit offenem Deckel abkühlen lassen. Anschließend im Kühlschrank aufbewaren.



Vegane Leberwurst [glutenfrei] www.gruenemixtion.de