Rohköstliches Brownie-Törtchen - Tauschaktion: Sommer im Glas

Das zweite Sommerglas, das Lydia in meinem Tauschpaket finden konnte, enthielt ein rohköstliches Brownie-Törtchen mit einer Cashew-Vanille-Creme. Ich habe das Rezept noch mal als kleine Torte gemacht, um es dir hier zu präsentieren.


Rohköstliches Brownie-Törtchen mit Cashew-Vanille-Creme: vegan und glutenfrei

Was ist eigentlich das besondere an rohköstlichem Kuchen?

Mittlerweile gibt es auf GrüneMixtion schon ein paar rohköstliche Desserts. Vielleicht ist es da mal an der Zeit, zu erläutern, was rohköstliche Kuchen und Co. eigentlich besonders macht.

Los geht es mit der Auswahl an Zutaten: die Basiszutaten für diese Art von Desserts sind Nüsse, Saaten, Trockenfrüchte und Obst. Getreide kann auch verwendet werden, wie in diesem Rezept. Hier eignen sich Buchweizen und Haferflocken gut, da sie nicht so hart sind. Ich denke, man könnte auch Weizen nehmen, aber das würde ein bisschen das Ziel "verfehlen", eine Alternative zu herkömmlichen Gebäck zu schaffen, das oftmals mit Weizenmehl gebacken ist.

Eine Alternative zu schaffen, ist meiner Meinung nach der wichtigste Grund für rohköstliche Desserts. Denn bei einem Stück Kuchen, wie man es kennt, sind die üblichen Zutaten Mehl, Butter, Zucker, Eier und Obst, Nüsse oder Schokolade. Meist werden Auszugsmehle verwendet, in denen die Randschichten des Getreides entfernt wurden. Gerade dort sind jedoch Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe versteckt. Der Energiegehalt eines Kuchenstücks setzt sich also vorwiegend aus einfachen Kohlenhydraten und (tierischen) Fetten zusammen.

Der Energiegehalt eines rohköstlichen Kuchenstücks ist nicht zwangsläufig niedriger. (Hier spielt eher die Größe des Kuchens eine Rolle.) Die Zusammensetzung der Energie ist aber entscheidend. Nüsse und Saaten haben zwar einen hohen Fettanteil. Sie haben aber zumeist einen hohen Anteil an ungesättigten Fetten, von denen wir mehr benötigen als von gesättigten Fetten. Hinzu kommen viele Mineralstoffe und einige Vitamine, die in Nüssen und Saaten, aber auch in Vollkorngetreide (wie z.B. Buchweizen oder Hafer) vorhanden sind.


Rohköstliches Brownie-Törtchen mit Cashew-Vanille-Creme: vegan und glutenfrei

Die Energie eines rohköstlichen Stück Kuchens setzt sich auf den ersten Blick also auch aus Fett und Kohlenhydraten zusammen. Denn die Kohlenhydrate kommen durch Trockenfrüchte oder frisches Obst ins Spiel. Es gibt aber einen wichtigen Unterschied. Wie beim Mehl wird in normalem Kuchen raffinierter Zucker verwendet. Durch ballaststoffarmes Mehl und raffinierten Zucker verursacht das Stück Kuchen einen raschen Anstieg des Blutzuckers, gegen den der Körper mit diversen Sofortmaßnahmen agieren muss. Außerdem können die genannten Zutaten nicht sehr viel zur Nährstoffversorgung unserer Organe beitragen. Insgesamt ist das normale Stück Kuchen also eher eine Belastung für den Körper, als dass sich der ganze Aufwand für ihn in Form von gewonnenen Nährstoffen lohnen könnte.

Mit dem rohköstlichen Stückchen verhält es sich anders. Die Kohlenhydrate sind an Ballaststoffe aus Trockenfrüchten, Obst, Nüssen und Saaten gebunden. Dadurch kommt es im ersten Schritt nicht zu einem sprunghaften Anstieg des Blutzuckerspiegels. Dieser wird nur langsam erhöht und kann dann auch langsam wieder abgebaut werden. Dieser Mechanismus bedeutet Sättigung. Im zweiten Schritt kann der Körper aus dem rohköstlichen Kuchen eine deutlich größere Vielfalt an Nährstoffen ziehen und diese dann zur Versorgung der Organe verwenden.

Aus gesundheitlicher Perspektive bieten rohköstliche Desserts folglich diverse Vorteile. Und auch geschmacklich sind vielfältige Variationen möglich. Die Konsistenz kann mit einem gebackenen Kuchen sicher nicht verglichen werden. Hier erhält man meistens cremige Resultate. Für mich als Pudding-Liebhaberin ist das aber sowieso viel reizvoller. :)


Rohköstliches Brownie-Törtchen mit Cashew-Vanille-Creme: vegan und glutenfrei

Rohköstliches Brownie-Törtchen

10cm Springform oder Muffinblech. Zubereitungszeit: 30 Minuten. Kühlzeit: 2 Stunden.
Rezeptkennzeichnung: Vegan Rezeptkennzeichnung: Glutenfrei Rezeptkennzeichnung: Laktosefrei

Zutaten

    Für den Brownie-Teig:
  • 100g Buchweizen
  • 85g Datteln
  • 30g hochwertiger Kakao
  • 1 Prise Meersalz
  • etwa 30g Wasser/Ahornsirup

  • Für die Cashewcreme:
  • 150g Cashewkerne
  • 1 TL Vanille
  • 30g Ahornsirup
  • 20g geschmolzene Kakaobutter
  • 50g Wasser

Zubereitung

  • Vorbereitung: Cashewkerne und Datteln einweichen.
  • Zunächst den Buchweizen für einige Sekunden im Hochleistungsmixer zu Grieß mahlen. Umfüllen.
  • Anschließend die Datteln mit etwas Wasser zu einer glatten Masse pürieren.
  • Buchweizengrieß, Kakao und Salz hinzugeben und pürieren. Nach und nach Wasser und ggf. Ahornsirup hinzugeben, sodass ein Teig entsteht, der sich formen lässt.
  • Für die Cashewcreme Kakaobutter schmelzen und das Einweichwasser der Cashews abgießen.
  • Cashewkerne mit frischem Wasser, der geschmolzenen Kakaobutter und Ahornsirup zu einer glatten Creme pürieren.
  • Zuletzt die Vanille unterrühren.
  • In eine kleine Kuchenform (10cm Durchmesser) oder in Muffinförmchen zuerst einen Teil des Brownieteigs hineindrücken. Anschließend die Cashewcreme gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Für etwa eine Stunde in das Gefrierfach stellen.
  • Zum Schluss den restlichen Brownieteig leicht in der Hand zu einem runden "Fladen" formen, sodass der Kuchen mit einer Brownieschicht abgeschlossen werden kann. Den Kuchen eine weitere Stunde in das Gefrierfach stellen.

Guten Appetit! ;)